Der Hund zieht ein – erste Schritte für neue Hundefreunde 

Hunde-Erstaustattung

 

Wenn ein neuer Hund einziehen soll, stehen viele Neulinge in diesem Bereich vor einem Berg voller Fragen. Was benötige ich für die Hunde-Erstausstattung?  Wie mach ich meinen Garten und meine Wohnung hundegerecht? Und was gilt es bei der Hundegesundheit zu beachten? Die wichtigsten Fragen zur Thematik haben wir für Sie im folgenden Ratgeber aufgearbeitet.


Was wird alles für die Hunde-Erstausstattung benötigt?

 

Noch bevor der Hund zu seiner neuen Familie zieht, sollte die Hunde-Erstausstattung angeschafft werden. Dazu zählt folgendes:

– Zwei Näpfe für Wasser und Futter
– Halsband
– Hundefutter
– Hundekamm oder Hundebürste
Transportkorb und/oder Hundesicherheitsgurt
– Hundekörbchen mit Decke und Kissen
– Hundespielzeug (z. B. Spielball, Gummiknochen etc.)
– Kauknochen
– Hundeleine und Reserveleine

Wichtig: Jeder Hund muss ein Halsband mit Identifizierungsmarke tragen inklusive Mikrochip. Der Mikrochip wird vom Tierarzt komplett schmerzfrei unter die Haut des Hundes gesetzt.

 

Hundeleine und Halsband: Worauf beim Kauf achten?

Hundeleinen und Halsbänder sind auf dem Markt in vielen verschiedenen Varianten erhältlich und zwischen dieser großen Auswahl tummeln sich auch leider Produkte, die nicht zu empfehlen sind, da sie eine mindere Qualität aufweisen. Umso wichtiger ist es hier sorgfältig zu vergleichen. Für Welpen und junge Hunde sind eine leichte Nylon-Führleine und ein Nylonhalsband zu empfehlen, das stufenlos verstellt werden kann. Die Leine sollte eine maximale Länge von 2 Metern aufweisen. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist auch die Stabilität von Hundeleine und Halsband im Zuge der Hunde-Erstausstattung. Schließlich wird die Leine auch für die Erziehung des jungen Hundes benötigt und da ist eine sogenannte Flexi-Leine nicht zu empfehlen. Zieht ein älterer Hund ein, ist eine sogenannte Rollleine zu empfehlen, da sie für viel Bewegungsspielraum sorgt und dem Hund dementsprechend viel Freiheit lässt. Alles in allem gilt es bei einem Halsband darauf zu achten, dass es gut anliegt, nicht scheuert oder den Hund einschränkt oder behindert.

Hinweis: Da Leinen eine nicht so lange Lebensdauer aufweisen, ist es ratsam direkt zwei Leinen zu kaufen. So hat man im Notfall stets eine Reserveleine zur Hand.

 

Wie kann die Wohnung und der Garten hundegerecht gestaltet werden?

 

Neben der Hunde-Erstausstattung sollte auch die Umgebung des Hundes sprich die Wohnung und falls vorhanden auch der Garten hundegerecht gestaltet werden. Dabei steht natürlich die Sicherheit an erster Stelle. Bevor der Hund in sein neues Zuhause einzieht, sollten Sie sich Ihren Pflanzen widmen, indem Sie sich darüber informieren, ob die eigenen Pflanzen eventuell giftig für Hunde sind. Tierärzte geben in der Regel auf Anfrage kostenlos eine Infobroschüre raus in der alle giftigen Pflanzen für Hunde aufgelistet sind. Einen ersten Überblick gibt Ihnen auch die nachfolgende Grafik:

 

giftige-pflanzen-fuer-den-hund
Quelle: erste-hilfe-beim-hund.de

 

Des Weiteren sollten folgende Checkliste abgearbeitet werden:
 

Checkliste: Wohnung hundegerecht gestalten

– Gefahrenquellen beseitigen (z.B. Medikamente, Reinigungsmittel, Messer, Zigaretten und Schokolade)
– Elektrizität (Steckdosen und Stromkabel) insbesondere bei neugierigen Welpen
– rutschige und steile Treppen zum Beispiel mit einem Kindergitter sichern, um die Gefahr eines Absturzes zu mildern
– Giftige Pflanzen entfernen
– zu empfehlen sind geschlossene Regale, damit der Hund keine Deko-Gegenstände als Knabber- oder Spielzeug nutzt
 

Checkliste: Garten hundegerecht gestalten

– Giftpflanzen beseitigen
– dichter und hoher Zaun muss vorhanden sein, damit der Hund alleine auf Entdeckungsreise gehen kann
– Gartengeräte wie Harke sicher verstauen, so dass der Hund sich nicht verletzen kann
– ausschließlich natürliche Hausmittel zur Schädlingsbekämpfung verwenden
– Hundehütte und Beschäftigungsspiele (Wurf- und Suchspiele, Agility)
– Hundetoilette (abgegrenzter Bereich mit Sandkuhle)

 

Was ist in Bezug auf die Hundegesundheit zu beachten?

 

Der wichtigste Grundbaustein für ein gesundes Hundeleben sind regelmäßige Impfungen. Hier unterscheidet man zwischen Pflicht- und Wahlimpfungen. In jedem Fall geimpft werden sollte ein Hund gegen Hepatitis, Staupe, Leptospirose, Tollwut und Parvovirose. Zu den Wahlimpfungen gehört zum Beispiel die Impfung gegen Borreliose und Zwingerhusten. Alles in allem hängt die Notwendigkeit der jeweiligen Impfung vom Alter und dem Gesundheitszustand des Hundes ab. Hier wird immer zusammen mit dem Tierarzt über die Notwendigkeit entschieden. Im Bereich der Gesundheit sollten außerdem folgende Maßnahmen regelmäßig durchgeführt werden:

– Beim Hundewelpen die Ohren einmal in der Woche mit Watte reinigen
– Zähne mit spezieller Hunde-Zahnbürste putzen
– Flohuntersuchungen und Wurmkur
– eine gesunde und ausgewogene Ernährung und viel Bewegung

 

Wichtig: Die ersten Impfungen sollte der Hundewelpe bevor er in seine neue Familie kommt schon hinter sich haben.

 

Wie können sich die Familienmitglieder auf den neuen Freund vorbereiten?

 

Wichtig ist, dass der Hund sich in aller Ruhe an seine neue Umgebung gewöhnen kann, daher ist es ratsam, sich für die ersten Tage Urlaub zu nehmen, um für den Hund da zu sein und ihm Sicherheit zu geben. Andere Familienmitglieder sollten den Hund anfangs nicht die ganze Zeit „mit Liebe überschütten“. Besser ist es, ihm die benötigte Ruhe zu gönnen, damit er sich zurückziehen kann, wenn ihm danach ist.

 

Fazit: 

 

Wie der vorangegangene Ratgeber zeigt, ist die Planung sehr wichtig, bevor ein neuer Hund einzieht. So sollten Sie sich nicht nur bei der Wahl des richtigen Hundes viel Zeit lassen und sorgfältig abwägen, welche Rasse und welches Alter am besten zu Ihnen passen, sondern auch bei der Anschaffung der Hunde-Erstausstattung. Schließlich gibt es hier große Qualitätsunterschiede. Ist dies alles erfolgreich abgeschlossen, sollte dem neuen Familienglück mit Hund nichts mehr im Wege stehen.

 


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